S-Bahn in Berlin – wie weit geht es noch bergab?

Zu den (mittlerweiler) üblichen Problemen mit der Berliner S-Bahn kam gestern, so sieht es zumindest zur Zeit aus, noch Sabotage dazu.
Zu den Ausfällen gestern will ich mich jetzt nicht äußern, sondern zur Informationspolitik und den Umgang mit Fahrgästen.

Dummerweise sind wir, die Fahrgäste das schwächste Glied in der Kette. Wir zahlen fleißig unsere Fahrkarten und sind im Prinzip der Bahn ausgeliefert.
Nach dem Abbau der Aufsichten auf den Bahnhöfen bleiben bei Ausfällen die  Fahrgäste bei Problemen (welcher Art auch immer) ohne Information ratlos zurück.
Durch die Medien erhält man mehr (und schnellere) Aufklärung als durch die Bahn selbst.

Noch ein Beispiel zur Informationspolitik:
Nachdem das erste Mal Wagen der S-Bahn nicht mehr genutzt werden konnten, wurde groß und breit auf die verkürzten Zügen hingewiesen. Nachdem im Winter die meisten Bahnen wieder  in voller Länge unterwegs waren, gab es nach wenigen Wochen wieder den Schritt zurück – diesmal ohne große Anmerkungen in der Öffentlichkeit. Vielleicht denkt man sich ja, dass dies nach den Ausfällen im Winter schon gar keine Meldung mehr wert sei.

Zum Abschluss doch noch ein paar Worte zu den Ausfällen direkt. Ich freue mich schon auf den (Hoch-) Sommer, nachdem am ersten sommerlichen Tag dieses Jahr einige Züge schlapp gemacht haben. Das waren mit Sicherheit nicht die letzten gewesen.

Nach meiner Ausbildung war ich noch begeisterter S-Bahnfahrer. Ich hatte das Gefühl, dass die Bahn zuverlässig und pünktlich ist.  Ich habe mich auch nicht von den (gefühlt) ständig steigenden Anzahl der Fahrgäste stören lassen. Mittlerweile hat sich mein Bild doch etwas gewandelt.

Der Titel des Post ist also nicht mehr auf die schlechte Technik beschränkt, die verwendet wird, sondern auf das Verständnis zu Thema Service. Ich behaupte mal, dass mir die meisten regelmäßigen Bahnfahrer zustimmen werden.

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