Abschied vom Essigbaum

Nach einigem Hin und Her habe ich endlich das Okay bekommen, unseren Essigbaum zu entfernen. Wenn ich das zugrunde lege, was ich darüber in diversen Internetforen gelesen habe, dürfte es ein Abschied auf Raten sein. Denn irgendwo verbleibt die sprichwörtliche Wurzel allen Übels in der Erde – und damit perspektivisch noch viel Spass mit dem Baum in der Zukunft.

Vorab erst mal die Ausgangssituation: Das Alter des Baumes können wir nicht genau bestimmen da wir erst knapp ein Jahr Besitzer des Baumes sind. In dieser kurzen Zeit hat sich der Baum allerdings unangenehm bemerkbar gemacht.
Erstes Problem ist beim Schneeschieben im Winter aufgefallen: Gepflasterte Flächen boten unerwartete Hindernisse, an denen der Schneeschieber hängen blieb.
Die weiteren Probleme kamen dann nach und nach im Frühjahr/Sommer: Ableger im Rosenbeet (Enternung ca. 3m), Ableger in der Drainage des Hauses (Entfernung ca. 15m), Ableger zwischen den Pflastersteinen (Entfernung 3-5m) und weitere Anhebungen der Pflastersteine.
Zum Entfernen der Ableger zwischen Pflastersteinen mussten diese aufgenommen werden. Nachdem dann verschiedene Ablege vorhanden waren, konnte ich ca. 2m Wurzel unter den Steinen entfernen.

Als dann die Entscheidung feststand, dass der Baum wegkommt, ergaben die Recherchen wenig Hoffnungsvolles. Quintessenz war aber, dass man versuchen muss möglichst alle Wurzeln zu entfernen.
Die Posts in dieser Kategorie sollen eine Art Dokumenttation für diesen Selbstversuch darstellen.

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Essigbaum vorher – Südseite

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Essigbaum vorher – Nordseite

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Ausläufer des Wurzelwerks

Zum Anfang wollte ich mir ein Bild verschaffen, wie schlimm es mit den Wurzeln werden kann und zwei/ drei Spatenbreiten am Rand zu den Pflastersteinen freigelegt. Zu meiner Überraschung stellte sich heraus, dass die Wurzel, die sich unter den Pflastersteine breit gemacht hat, ein ganzes Stück kleiner war, als ich befürchtet habe.
Es zeigte sich aber auch wie hartnäckig sich die Wurzel auch in den kleinsten Lücken breitmachen können. Oder wie dicht die Wurzeln beieinander liegen.

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Ausläufer des Wurzelwerks

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Begonnener Beschnitt der Krone

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Fortgesetzter Beschnitt der Krone

Am nächsten Tag ging es dann erst mal damit los, die Krone zu lichten, bevor die eigentliche Arbeit und somit der unangenehme Teil anfing.

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Wurzelwerk um den Stamm

So hieß dann zunächst einmal sich bis zum Stamm vorzuarbeiten und diesen freizulegen. Dabei konnten wir uns das dichte Wurzelgeflecht zu Nutze machen.

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Wurzeln auf einer Seite entfernt

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Wurzelausläufer

Am Stamm wurde die Wurzeln gekappt und die davon ausgehend die vermeintlichen Hauptwurzeln entfernt.

Da davon auszugehen war, dass wir sowieso nicht alle Wurzeln erwischt haben, haben wir einfach erst mal das verbliebene Loch wieder aufgefüllt. Eine neue Grassaat ist zwar geplant, aber aufgrund der zu erwartenden Nacharbeiten erst mal weit in die Zukunft verschoben.

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