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Klettern in Spanien

Nach unserer Rückkehr aus unserem Urlaub schreibe ich jetzt mal ein paar Worte dazu.
Ca. eine Autostunde nördlich von Malaga findet man das Ziel unserer Reise: El Chorro – genauer gesagt, die Climbing-Lodge (www.klettern-in-spanien.de). Vor dem Vorstiegskurs am Fels, der am Montag begann, haben wir am Wochende noch die Möglichkeit genutzt und uns ein paar schöne Flecke in Andalusien angeschaut.

Am Samstag stand der Besuch von Granada auf dem Programm. Nach einer gut gemeinten Warnung, dass wir möglicherweise nicht in die Alhambra gelangen könnten (weil das Kartenkontingent für den Tag schon vergriffen wäre), hatten wir es doch riskiert den langen Weg auf uns zu nehmen und wurden belohnt.
Nach gerade mal 10 Minuten Stehen in der Schlange vor der Kasse hatten wir es auch schon hinter uns und die Tore öffneten sich uns.
Der Nasridenpalast hatte zuerst unsere Aufmerksamkeit, da wir nach dem Betreten der Alhambra knapp 30 Minuten Zeit diesen zu finden – da hier die Zugangszeiten auf den Eintrittskarten vermerkt sind. Danach folgten die anderen Gebäude und die Gärten.
Blick auf die Umgebung der AlhambraNach der Alhambra wollten wir uns noch die Kathedrale in Granada anschauen, wofür wir erst mal die Siesta überstehen mussten.

Den nächsten Tag nahmen wir uns die Gegend um El Chorro vor und begannen mit dem Zugang zum “Camino del Rey” – einem fast 100 Jahren alten Holzsteg in der Schlucht am Dorf. Weiter ging es zu einem Ausgangspunkt und einem Badesee bevor am nächsten Tag der Kurs begann.

Am ersten Tag des Kurses ging los mit Sichern mit ‘ner Tube, dem Umbauen am Stand und der Übung dessen an der Wand (Nordwand im Sektor Rocca Bella).

Tag zwei beinhaltete die Notwendigen Schritte zum Vorstieg (Sichern und Klippen) und einem spaßigen Falltraining – etwas Hüpfen, an der Wand von links nach rechts laufen (dabei unter und über dem Seil lang) und ein leichtes Sturztraining (mit schrittweise größer werdenden Strecken). Dazwischen durfte natürlich auch etwas geklettert werden (Sektor Escalón – Valle de Abdalajís).

Diese Route geht auch ohne Hände!Für den dritten Tag stand das Treten beim Klettern im Mittelpunkt des Tages.  Nach einer Route zum Warmmachen gab es ein paar Trittübungen (kleine Tritte und Tritte auf Reibung) und dann noch eine nette kleine Aufgabe -das Begehen einer Strecke ohne Nutzung der Hände – mit dem Oberkörper, den Schultern oder den Unterarmen war allerdings Abstützen an der Wand erlaubt. Nach etwas Klettern war dann auch dieser Kurstag schon beendet. Als Vorbereitung für das selbstständige Klettern gab es auch noch eine Einführung zur Handhabung von Klettertopos – den Sektor dieses Tags mussten wir dann auch selbst ausfindig machen (Sektor Central – Valle de Abdalajís).

Highway to AfricaAm vierten (und leider auch letzten) Tag stand das Klettern im Mittelpunkt. Die Wände im Sektor Escalera Suiza waren höher als in den Tagen zuvor. Nach Auswahl einiger schönen Routen gab es noch eine kleine Materialkunde (vor allem Sicherungsgeräte) und eine knackige Aufgabe zum Abschluss des Kurses.

Die Umgebung der Climbing Lodge ist wirklich empfehlenswert und allemal eine Reise wert. Die Felsen in der Gegend bieten genug Spass und/oder Anforderungen für Anfänger und Forstgeschrittene und der Pool in der Lodge eine  gute Abkühlung nach der spanischen Sonne.
Die Leute in der Lodge sind sehr freundlich und kompotent, die Betreuung echt  super! Das war bestimmt nicht unser letzter Aufenthalt in El Chorro.