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Ein Elvis in München

Nachdem es uns zu Ostern nach München verschlagen hat, haben wir die Möglichkeit genutzt auch gleich mal vor Klettern zu gehen. Da für den Sonntag schlechtes Wetter vorhergesagt wurde und die Klettertürme in der Region den dortigen DAV-Verbänden vorbehalten sind, haben wir uns für die Kletterhallte in Thalkirchen entschieden. Mit einer Indoor-Kletterfläche von mehr 2000 Quadratmetern konnte man ja eigentlich nichts falsch machen.

Allerdings hat uns schon im Vorfeld die vergleichsweise kleine Anzahl Routen gewundert. Das Wundern ging weiter als auf dem Parkplatz ankamen. Die Halle war von der Fläche her nicht kleiner als “unsere” T-Hall in Berlin.
Die Überraschung gab es gleich am Eingang, die Kletterfläche kommt in erster Linie durch die Höhe der einzelnen Routen zustande. Einige der Routen schiene doppelt so lang zu sein, wie die Routen der T-Hall.

Nachdem wir uns an “normal grossen” Wänden wieder an den Vorstieg gewöhnten füllte sich die Halle langsam aber sicher. Dies führte leider dazu dass wir es nicht schafften an einer der großen Wände einen Versuch zu starten – sicher genug 6er waren frei, aber wir wollen es nicht gleich übertreiben ;-).

Die “kleinen” Wände boten aber auch genug Herausforderung. An einer schönen Strukturwand gab es dann eine glatte 6, die mich reizte. Nachdem der Anfang gut verlief gab es in der Mitte einne etwas unübersichtliche Position, aber die sollte mich nicht aufhalten.
Als das Ende schon fast in Reichweite war, ging es wieder los – das Zittern/Flattern im rechten   Bein. Die Zwischenzeitliche Elvisperformance zwang mich noch mal kurz einer kleinen Pause, aber den Erfolg konnte sie nicht gefährden.

Mal sehen, wo sich das nächste Mal die Gelegenheit bietet in der Ferne zu klettern.

Erfolgreiches Anklettern 2010

Zu Beginn des neuen Jahres hieß es bei mir in erster Linie ‘Klasse statt Masse’. So kam ich am Samstag nur auf 6 Routen.

Erst fiel mit ‘Ayyaya’ (oder so ähnlich) eine 7+ im Toprope und dann gelang mir mit ‘Kalymnos I’ eine 6+ im Vorstieg, an der ich zuvor schon einmal gescheitert war.

Da Vinci Code geknackt

Gestern war nach einem Aussetzer mal wieder Klettern angesagt. Trotz des Verlustes eine Weisheitszahnes am Vortag wollte ich es mir nicht nehmen lassen “die Wand hochzugehen”.

Der Klettertag ging auch gleich gut los. Nach etwas Erwärmung konnte ich einen Boulder durchklettern, den ich zuvor nur stückweise bewältigt habe. Nachdem dieser geschafft war ging einen Meter weiter zum nächsten Boulderprojekt.

Beim Klettern wollte ich mich diesmal etwas zurückhalten, um unnötige Erschütterungen für meinen Kiefer zu vermeiden. Deswegen blieb es diesmal auch nur beim Toprope. Die meisten Strecken bewegten sich im Bereich 6/6+. Schwerste Strecke an diesem Tag war der “Da Vinci Code”. Beim letzten Mal konnte ich ihn zwar schon knacken, aber eine Wiederholung stand noch aus. Nachdem ich den “Code” jetzt schon kannte, ging der Aufstieg auch recht zügig. Ich bin neugierig, wie das auf dem Video aussieht.

“Juli” geschafft – neue Herausforderung

Nach unserer Rückkehr aus dem Urlaub stand am Freitag wieder die Halle auf dem Plan.
Nach wiederholten Versuchen habe ich endlich “Juli” bezwungen und mich auch gleich mal im Vorstieg übernommen.

Der Freitag ging bei gleich “richtig gut” los. Beim Bouldern ging es gleich mal ca. 1,5m von der Wand auf dem (Holz-) Boden der Tatsachen runter. Der Rest des Warmmachens verlief aber dann ohne Probleme.

Nach einiger Zeit gab es neue Zettel (Namen und Schwierigkeiten) für die Topropewand mit dem leichten Überhang – die mit den riesigen Griffen. Nachdem es beim Bouldern keine Rückschläge gab, stand als dritte Route “Juli” auf dem Plan.
Bis zur problematischen Stelle (ca. 2m vor dem letzten Griff) ging es gewohnt gut voran. Nach zwei drei vorsichtigen Versuche, die ich mal als Herantasten bezeichnen möchte, ging es dann langsam und etwas wackelig (was allerdings mehr an Route liegt) nach oben. Als die Stelle geschafft war, habe ich mich auf den den letzten Griff gefreut und wurde enttäuscht. Wer hier einen schönen und Henkel erwartet, der wird noch mal überrascht. Aber egal – immerhin wurde “Juli” als 7- eingestuft.
Die Strecke dürfte wohl noch einige Zeit lang eine Herausforderung bleiben.

Danach ging es noch in den Vorstieg. Nachdem die erste Route hier ziemlich gut ging, war ich auf der Suche nach einer größeren Herausforderung. Diese lag nur nur einen Schritt entfernt und heißt “Back to Basics”. Nach ein paar falschen Entscheidungen zum Einstieg war dann engültig nach der dritten Exe Schluss. Einen zweiten Versuch mußte ich auch wegen nachlassender Kraft abbrechen.
Das war aber nicht der letzte!

Klettern in Spanien

Nach unserer Rückkehr aus unserem Urlaub schreibe ich jetzt mal ein paar Worte dazu.
Ca. eine Autostunde nördlich von Malaga findet man das Ziel unserer Reise: El Chorro – genauer gesagt, die Climbing-Lodge (www.klettern-in-spanien.de). Vor dem Vorstiegskurs am Fels, der am Montag begann, haben wir am Wochende noch die Möglichkeit genutzt und uns ein paar schöne Flecke in Andalusien angeschaut.

Am Samstag stand der Besuch von Granada auf dem Programm. Nach einer gut gemeinten Warnung, dass wir möglicherweise nicht in die Alhambra gelangen könnten (weil das Kartenkontingent für den Tag schon vergriffen wäre), hatten wir es doch riskiert den langen Weg auf uns zu nehmen und wurden belohnt.
Nach gerade mal 10 Minuten Stehen in der Schlange vor der Kasse hatten wir es auch schon hinter uns und die Tore öffneten sich uns.
Der Nasridenpalast hatte zuerst unsere Aufmerksamkeit, da wir nach dem Betreten der Alhambra knapp 30 Minuten Zeit diesen zu finden – da hier die Zugangszeiten auf den Eintrittskarten vermerkt sind. Danach folgten die anderen Gebäude und die Gärten.
Blick auf die Umgebung der AlhambraNach der Alhambra wollten wir uns noch die Kathedrale in Granada anschauen, wofür wir erst mal die Siesta überstehen mussten.

Den nächsten Tag nahmen wir uns die Gegend um El Chorro vor und begannen mit dem Zugang zum “Camino del Rey” – einem fast 100 Jahren alten Holzsteg in der Schlucht am Dorf. Weiter ging es zu einem Ausgangspunkt und einem Badesee bevor am nächsten Tag der Kurs begann.

Am ersten Tag des Kurses ging los mit Sichern mit ‘ner Tube, dem Umbauen am Stand und der Übung dessen an der Wand (Nordwand im Sektor Rocca Bella).

Tag zwei beinhaltete die Notwendigen Schritte zum Vorstieg (Sichern und Klippen) und einem spaßigen Falltraining – etwas Hüpfen, an der Wand von links nach rechts laufen (dabei unter und über dem Seil lang) und ein leichtes Sturztraining (mit schrittweise größer werdenden Strecken). Dazwischen durfte natürlich auch etwas geklettert werden (Sektor Escalón – Valle de Abdalajís).

Diese Route geht auch ohne Hände!Für den dritten Tag stand das Treten beim Klettern im Mittelpunkt des Tages.  Nach einer Route zum Warmmachen gab es ein paar Trittübungen (kleine Tritte und Tritte auf Reibung) und dann noch eine nette kleine Aufgabe -das Begehen einer Strecke ohne Nutzung der Hände – mit dem Oberkörper, den Schultern oder den Unterarmen war allerdings Abstützen an der Wand erlaubt. Nach etwas Klettern war dann auch dieser Kurstag schon beendet. Als Vorbereitung für das selbstständige Klettern gab es auch noch eine Einführung zur Handhabung von Klettertopos – den Sektor dieses Tags mussten wir dann auch selbst ausfindig machen (Sektor Central – Valle de Abdalajís).

Highway to AfricaAm vierten (und leider auch letzten) Tag stand das Klettern im Mittelpunkt. Die Wände im Sektor Escalera Suiza waren höher als in den Tagen zuvor. Nach Auswahl einiger schönen Routen gab es noch eine kleine Materialkunde (vor allem Sicherungsgeräte) und eine knackige Aufgabe zum Abschluss des Kurses.

Die Umgebung der Climbing Lodge ist wirklich empfehlenswert und allemal eine Reise wert. Die Felsen in der Gegend bieten genug Spass und/oder Anforderungen für Anfänger und Forstgeschrittene und der Pool in der Lodge eine  gute Abkühlung nach der spanischen Sonne.
Die Leute in der Lodge sind sehr freundlich und kompotent, die Betreuung echt  super! Das war bestimmt nicht unser letzter Aufenthalt in El Chorro.

die Geister die wir riefen

Nachdem wir eine kleine Auffrischung in Punkto Vorstieg erhalten haben, hatte ich noch eine alte Rechnung zu begleichen. Vor einem Jahr hat mich/uns die Strecke ‘die Geister die wir riefen’ ganz schön in Atem gehalten.
Doch letzten Freitag gab es zum Glück keine größeren Probleme mit dieser Strecke. Die innere Anspannung war zwar ziemlich groß, konnte aber nichts am erfolgreichen Bezwingen ändern.
Angespornt durch diesen Erfolg ging es gleich nebenan weiter – ein neuer Versuch an einer bisher nicht gekletterten Strecke. Der Anspruch war allerdings auch gleich ein Stück größer. Die Griffe nicht immer optimal gelegen oder greifbar beim Klippen dauerte es bis zum letzten Griff etwas länger – dennoch verlief alles erfolgreich.
Der K.O. am Freitag kam dann durch eine weitere Vorstiegsroute, die eigentlich gar nicht so richtig auf dem Plan. Hier habe ich dann noch mal das Seil eingehängt damit sich auch andere an den Henkeln und dem Überhang erfreuen konnten – offenbar hatten die die Strecke allerdings ein wenig unterschätzt 😉

noch einiges offen

Letzen Freitag ging es schon etwas vorwärts, was das Erklimmen der ‘Neuen’ in der T-Hall angeht – auch wenn es teilweise etwas schmerzhafte Rückschläge gab.
An der Wand mit den Riesengriffe ist jetzt auch die blaue geschafft – mal sehen ob es demnächst auch noch ohne die Kante funktioniert. Die gelbe hingegen war immernoch problematisch. Mir fehlt da entweder das richtige Gefühl fürs Gleichgewicht oder der notwendige Halt an den oberen Griffen. Bei einem Versuch weiter nach oben zu kommen ging es dann rasant abwärts – sogar so schnell dass ich vergas mein Kinn in Sicherheit zu bringen. Zum Glück sind die Griffe aber wesentlich weicher als echter Fels. Von den Folgen ist kaum noch was zu sehen – und wenn man es nicht weiss, dann sieht es schon gar nicht mehr.
Dafür klappten noch 4 von 6 neuen Strecken beim ersten Versuch. Das waren der Treppe die neue Grüne, hinten bei den Vorstiesrouten an den Seiten die Blaue und die Weiße (neben der Blauen), sowie die Schwarze.
Zu arbeiten habe ich noch an der neuen Grauen bei der Treppe und an einer Blauen in der Ecke vom Grünen Wackelpudding.
Bleibt also noch was übrig für das nächste Mal!

der umbau geht weiter

Bei unserem letzten Besuch in der Halle wurden zwischen der Rotkäpchenstiege und ‘do it like a gecko’ die Routen entfernt (inkl. der genannten). Ersatz wurde dort erst begonnen.
Bei unseren gestrigen Besuch hat sich dort noch einiges mehr getan. Die Ecke ist wieder komplett mit Routen zwischen 5ten und 8tem (8+) Grad. Sollte also für jeden was dabei sein.
Außerdem hat sich einiges an der Rückseite des Boulderbereichs getan – in dem mittleren Bereich, der bis zur Decke geht (wo sich Hirnschmalz, der Franz-Josef Energie Pfad, Riesentod und der Eckenkasper befanden). Hier wurden die alle Strecken entfernt und neue geschraubt. Die Griffe sind ungewöhnlich groß, bieten aber teilweise nur mäßig Halt – sind ebend dicke fast runde Dinger.
Die Ansprüche der Strecken sind ganz unterschiedlich – ich habe nur zwei der vier neuen geschafft. Das nächste Mal sind beiden anderen auch dran.

Abschied von einem Klassiker

Als wir am Freitag die T-Hall nach fast drei Wochen Pause wieder mal auf dem Plan hatten, musste ich feststellen, dass einer der von mir geschätzen Klassiker entfernt wurde.
Nach dem erfolreichen Bestehen der ersten Routen als Anfänger in der T-Hall wagt man sich an Größeres heran. Bisher stand dann früher oder später immer ‘Künstliches Hüftgelenk’ auf dem Plan. Die Strecke war fair, aber nicht zu leicht – am Anfang musste man sicher den ein oder anderen Rückschlag einstecken. Mit etwas Kraft und (noch mehr) Geschick hat man die Strecker aber doch irgendwann gemeistert. Auch danach habe ich die Strecke immer wieder gern gewählt. Das ist nun also vorbei. Das schöne Grün der Griffe wurde jetzt durch Orange ersetzt.
Etwas von dem alten Charme ist zwar erhalten geblieben, aber es eben doch das selbe. Die ‘Neue’ ist anders und macht auch Spass, aber ich werde das ‘Künstliche Hüftgelenk’ trotzdem vermissen.

Neue Routen in der T-Hall

Nachdem vor ein paar Wochen in der T-Hall der Vorstiegsbereich fast komplett umgeschraubt wurde, sind auch einige Toprope Route weggefallen.
Letzte Woche war die Wand mit den Rissen die Attraktion schlecht hin. Es gab fast immer Leute, die sich ausprobiert haben, die Wand auch ohne die Griffe zu bezwingen. Allerdings mussten viele feststellen, dass gerade der Einstieg die größte Hürde ist. So waren es nicht viele, die überhaupt den ersten Riss erreicht haben.
Offenbar haben die Kletterer sonst keine Augen für die Strecke gehabt, da sie sich von den Griffen haben blenden lassen. Dabei konnte man ja die (6+, bzw. 7+ oder 8 ) auch vorher schon probieren, indem man einfach die Griffe ignoriert.
Diese Woch waren dann wieder Griffe dran und die Schwierigkeit zeigt sich wieder beim Einstieg – vielleicht weil gerade Uwe die Strecke geschraubt hat. Der erste Griff ist für etwas kleinere Leute schwieriger zu erreichen, da ist es dann auch egal, ob die genannte Schwierigkeit nur bei 5+ liegt. Mir haben die neuen Strecken auf jeden Fall viel Spass gemacht – also gute Arbeit von euch Uwe und Andreas!